Das Uetzer_Kachelriff rief …..
17. Mai 2009
zum Giga Diva und Weltrekordversuch! Und nicht nur über 200 Taucher tauchten ab – auch mehr als 3 funcity Einwohner tauchten auf!
Auf Wunsch von Zardoz hier das Foto des Erkennungszeichens „Netz-Shirt“.

Zu einer Neuauflage des Machseefest-Ausrichtens liess sich Ankh nicht (lange) überreden.
Siehe Beweisfilm:
Das Rahmenprogramm der Veranstaltung tauchte auch was: Der Jazzdance-Nachwuchs verzückte:
Und wo tauchen sie denn?
Bei Kaffee, Kuchen und Giros tauchten wir Insidergeschichten aus, planten böses
und hatten eine Menge Spaß.
Warum nur schauten die vom Nachbartisch immer so neugierig rüber?
Und hier geht es zum Bericht von rtl Regional
Volksbefragung – Erste Erhebungswelle -
11. Mai 2009
Erstaunliches zu Tapetenleisten, der demographischen Entwicklung und der Wirtschaftssituation!
Trends und Überraschungen — funcity präsentiert die ersten Ergebnisse des Vorabfragebogens zur Volkszählung 2011:
Die wenigsten Einwohner haben bei der Frage zu ihren persönlichen Daten viel mit Schulze am Hut, die meisten wenig mit Schmidt. Bei den Vornamen zeichnet sich kein klarer Trend ab, sie scheinen zu verschiedenen Zeiten gleich beliebt. Die Nicknamen sind — wenig überraschend — zumeist stabil oder bekannt, denn Umbenennungen sind bekanntlich nur eine Sache für funEuro-Milliardäre. In der Frage der Nationalität zeigt sich die Einwohnerschaft gespalten: Mehrheitlich bezeichnet sie sich als Binnenländer oder aber als Web-Burger. Gegenüber Hamburgern oder Berlinern (ob nun mit oder ohne Koffer in der Stadt) ist dies immerhin ein klares Bekenntnis zum Internet als „global village“.
Die von Demographen befürchtete Schrumpfung der Bevölkerung Deutschlands läßt sich bei der Frage nach Kindern klar ablesen: Die meisten Einwohner haben 1 bis 10 Kinder auf Formosa. Und fast ein Drittel der kinderreichsten Einwohner (mehr als 50 Kinder) hat diese auch nicht im Inland.
Bei dieser Menge an Kindern zeigt sich auch ein überragender Trend zu eineiigen Zwillingen, wobei jedoch auch jeder Vierte zu einem viertürigen Verwandten neigt, wohl aus praktischen Erwägungen heraus: Vier Türen sind nun einmal besser als weniger. Erschreckend ist jedoch eine äußerst geringe Bereitschaft, eine tragende Rolle in der Gesellschaft zu übernehmen: Nur etwa 5% stellen sich als Stahlträger zur Verfügung. Andererseits kann in einer virtuellen Umgebung davon ausgegangen werden, daß das Gefüge auch ohne solche Konstrukte nicht zusammenbricht.
In Punkto Wohnsituation zeigt sich eine relativ gleichmäßige Aufteilung zwischen mehr oder weniger Unterstmietern, gefolgt von überdurchschnittlichen oder allen Unterstmietern. Erschreckend: Fast 7% haben ihre Wohnung noch nie gefunden, ganze 20% auch nur selten.
Ernährungsphysiologisch zeigt sich ein starker Trend hin zu flaschengroßen Gläsen. Denn anders ist die übereinstimmende mehrheitliche Angabe von 10 getrunkenen Gläsern und Flaschen bei etwa der Hälfte der Teilnehmer nicht zu deuten. Bedenklich muß hingegen ein Anteil von über 20% stimmen, die mehr als 30 Flaschen am Tag konsumieren. So gelangt denn auch die Erkenntnisfähigkeit bei über 50% an ihre Grenzen. Die andere Hälfte fragt nüchtern nach Winkeln und Linien und verrät damit ein hohes mathematisches Abstraktionsvermögen.
Ob dies so bleibt ist fraglich, denn über 20% greifen auch zu illegalen Hilfsmitteln zur Bewältigung des Lebens; lediglich ein Drittel ist schlauer und nutzt hierfür die dauerhafte Wirkung von Schokolade.
Der eigene Körper wird von den meisten ganz klassisch gesehen: Wenig eindeutig farbige Experimente beim Haarfestiger, viel Mischverhalten und Kämmen. Sahen Sexualstudien früher nur eine Handvoll erogener Zonen, geht der Trend heute bei so vielen Befragten zur größten Zahl von 306 Zonen, daß davon ausgegangen werden muß, daß real noch einige zusätzliche Zonen vorhanden sind. Allerdings muß hierbei auch die Zonengrenze kritisch hinterfragt werden: Wo ist ein Anfang, wo ein Ende, wie sieht der jeweilige Grenzstreifen aus?
Bei der Frage nach äh, also, nun (Sie wissen schon was), entpuppte sich eine Mehrheit als Schichtarbeiter mit den damit einhergehenden unterschiedlichen Schlafmöglichkeiten.
An Knoblauch haben schon mehr Einwohner als an Masern gelitten, obwohl diesen Knollen bislang häufig eine positive gesundheitliche Wirkung nachgesagt wurde. Hier werden Lehrbücher den neuen Befunden angepaßt werden müssen, galt Knoblauch doch als ein sicheres Nahrungsergänzungsmittel. Möglicherweise muß jedoch bei der Interpretation der Zahlen die negative Wirkung auf Vampire berücksichtigt werden, die in funcity einen nennenswerten Bevölkerungsanteil stellen.
Der Wasseranschluß erfolgt nur noch bei den wenigsten Befragten über eine Analoge Leitung, schwarze Pumpen haben sich bei vielen durchgesetzt. Einer breitbandigen Wasserverwendung steht damit kaum etwas entgegen. Um so stärker verwundert die Sparsamkeit beim Baden: Das Badewasser wird oft mit Wohnungsgenossen geteilt, bei über einem Drittel sogar 10 Mal. Hier zeigt sich somit ein starkes Umweltbewußtsein. Obgleich man dies als weitsichtig ansehen könnte, hielten sich keine 15% dafür. Eine Mehrheit zeigte sich absichtlich vorsichtig. Als durchsichtig schätzte sich bei der genannten Wasserverwendung folgerichtig kaum jemand ein.
Wie steht es nun um die Finanzsituation der Bürger inmitten der Weltwirtschaftskrise? Die bittere Wahrheit: Über die Hälfte kann sich Tapetenleisten nur noch an der Wand leisten, ein Fünftel gar nicht mehr. So kann kaum überraschen, daß die Hälfte der Befragten keine Giros auf ihrem Konto hat. Entgegen der vorherrschenden Lehrmeinung von Analysten, daß in dieser Situation eine Flucht in wertstabile Edelmetalle wie Gold stattfindet, hat dieses nicht einmal bei jedem Zehnten Befragten eine Bedeutung. Stattdessen gilt: Geld und der Schatz müssen her, wenn nicht verbissen geizig gespart wird.
Lange umstritten war die Frage nach der Religionszugehörigkeit. Nun steht fest: etwa die Hälfte gehört der einen oder der anderen Gemeinschaft an und nur eine Minderheit fühlt sich gleich mehreren verbunden. Über ein Drittel machte nur versteckte Angaben.
Den Abschluß der Erhebung — wie könnte es anders sein — bildete die Sonntagsfrage, bei der die Antworten überraschend gleichmäßig ausfielen. Es empfiehlt sich daher, für die anstehende Wahl des Europäischen Parlaments die Griechischen und Italienischen Restaurants zu nutzen und vor Discos Wahlurnen aufzubauen.
Die Ergebnisse im Einzelnen auf der Basis von 344 Teilnehmern:
| 1. Name | ||
| eher Müller | 21.8% | |
| kaum Meier | 25.87% | |
| viel Schulze | 12.21% | |
| wenig Schmidt | 40.12% | |
| 2. Vorname | ||
| morgen Julia | 29.65% | |
| lieber Christian | 22.38% | |
| heute Nicole | 22.38% | |
| gestern Stefan | 25.58% | |
| 3. Nickname | ||
| bekannt | 43.9% | |
| stabil | 38.95% | |
| wechselhaft | 17.15% | |
| 4. Nationalität | ||
| Binnenländer | 37.21% | |
| Ein/Ausländer | 18.9% | |
| Neupfundländer | 14.24% | |
| Web-Burger | 29.65% | |
| 5. Wieviele Kinder haben Sie auf Formosa? | ||
| 1 – 10 | 53.78% | |
| 10 – 20 | 10.17% | |
| 20 – 50 | 6.4% | |
| mehr | 29.65% | |
| 6. Wieviele Unterstmieter hat Ihr Untermieter? | ||
| mehr als ich | 34.59% | |
| weniger | 31.4% | |
| mehr als der Durchschnitt | 21.22% | |
| Alle | 12.79% | |
| 7. Wieviel trinken Sie täglich (Angabe in Gläsern)? | ||
| 1/2 | 27.03% | |
| 1/4 | 8.43% | |
| 1/8 | 15.7% | |
| 10 | 48.84% | |
| 8. Wieviel trinken Sie täglich (Angabe in Flaschen)? | ||
| 10 | 55.81% | |
| 20 | 12.79% | |
| 30 | 8.72% | |
| mehr | 22.67% | |
| 9. Ich bin | ||
| weitsichtig | 13.37% | |
| vorsichtig | 32.56% | |
| durchsichtig | 14.53% | |
| absichtlich | 39.53% | |
| 10. Erkennen Sie diesen Fragebogen? | ||
| An den Grenzen der Erkenntnis. | 52.91% | |
| Fragewinkel? | 25.87% | |
| Fragelinie? | 21.22% | |
| 11. Wenn Sie Zwillingsgeschwister hätten, wären Sie: | ||
| eineiig? | 42.44% | |
| zweireihig? | 16.28% | |
| drittklassig? | 14.83% | |
| viertürig? | 26.45% | |
| 12. Sind sie: | ||
| Gebissträger? | 12.79% | |
| Kistenträger | 14.53% | |
| Datenträger | 18.9% | |
| Tonträger | 12.21% | |
| Hosenträger? | 16.86% | |
| Stahlträger? | 5.23% | |
| Linksträger? | 19.48% | |
| 13. Welchen Haarfestiger benutzen Sie oder kämmen Sie Ihre Augenbrauen nach hinten? |
||
| blau | 9.01% | |
| gelb | 11.34% | |
| gemischt | 36.05% | |
| Ich kämme! | 43.6% | |
| 14. Wieviele erogene Zonen haben Sie? | ||
| 000 | 24.13% | |
| 105 | 20.35% | |
| 205 | 15.41% | |
| 306 | 40.12% | |
| 15. Wie oft machen Sie es, na, Sie wissen schon was? | ||
| Jede Nacht. | 24.71% | |
| Ich bin Schichtarbeiter. | 36.05% | |
| weniger als 8 Stunden | 18.02% | |
| mehr als 8 Stunden | 21.22% | |
| 16. Welche Krankheiten hatten Sie: | ||
| Masern | 20.06% | |
| Röteln | 9.59% | |
| Siechtum | 12.5% | |
| Kapern | 9.3% | |
| Rotlauf | 6.1% | |
| Brauchtum | 9.01% | |
| Knoblauch | 23.55% | |
| Einlauf | 9.88% | |
| 17. Wie oft benutzen Sie das Badewasser und mit wem oder was? | ||
| Kind | 14.53% | |
| Hund | 25% | |
| Mann | 24.13% | |
| 10 x | 36.34% | |
| 18. Können Sie sich Tapetenleisten leisten? | ||
| JA | 20.93% | |
| Nein | 21.8% | |
| Nur an der Wand! | 57.27% | |
| 19. Mit welchen Hilfsmitteln bewältigen Sie das Leben? (Bitte das wichtigste angeben) | ||
| Schokolade | 33.14% | |
| meiner Mami | 12.5% | |
| egal | 15.7% | |
| legal | 16.28% | |
| illegal | 22.38% | |
| 20. Wie finden Sie Ihre Wohnung? | ||
| sagenhaft | 32.85% | |
| unsagbar | 15.12% | |
| oft | 24.71% | |
| selten | 20.64% | |
| nie | 6.69% | |
| 21. Woraus bestreiten Sie Ihren Lebensunterhalt? | ||
| Geld | 30.81% | |
| Gold | 9.59% | |
| Schatz | 25.58% | |
| Geiz ist geil | 34.01% | |
| 22. Wieviel Giros hat Ihr Konto? | ||
| 1 | 26.16% | |
| 10 | 8.43% | |
| 100 | 14.53% | |
| NULL | 50.87% | |
| 23. Welcher Religionsgemeinschaft gehören Sie an, sind Sie Gläubiger oder Schultheiß? |
||
| der einen | 26.74% | |
| der anderen | 26.16% | |
| vielen | 11.92% | |
| XXX | 35.17% | |
| 24. Welchen Wasseranschluß haben Sie im Haus? | ||
| Analog | 10.17% | |
| DSL | 28.2% | |
| schwarze Pumpe | 35.47% | |
| WLAN – mehr als 16.000 Liter/Sekunde | 26.16% | |
| 25. Nennen Sie ihr Wahllokal. | ||
| Griechisch | 34.3% | |
| Italienisch | 30.81% | |
| Ich geh nur in die Disco. | 34.88% | |
Die Schule der Frauen
24. April 2009
Die Schule der Frauen
23. April 2009
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22. April 2009
Fremde Federn – Interview mit dem Bundestagsadler
23. März 2009
Eigenlich läßt sich nur in funcity gut chatten. Doch manchmal wirft man einen Blick über den Tellerrand: Beim Aufruf der Internetseiten des Deutschen Bundestages wurde ich direkt vom Bundestagsadler begrüßt, wie sich jedoch erst später herausstellte. Er erklärte sich sogleich zu einem Interview bereit:
SYS: Lieber Pleitegeier, warum sitzen Sie nun schon oben auf Seite 1? Müssen wir solche Angst vor Ihnen haben?
A: Virtuelle Agenten besitzen eine Reihe von Emotionen, aber ‘Angst’ gehört eigentlich nicht dazu.
SYS: Wir haben Weltwirtschaftskrise! Was nun?
A: Das können Sie entscheiden.
SYS: Sind meine Ersparnisse sicher?
A: Ich habe Besucher auf dieser Seite getroffen, die beispielsweise wissen wollten, warum es überhaupt die sogenannte Fünfprozenthürde gibt. Gerne erzähle ich Ihnen aber auch etwas zur Geschichte der Wahl in Deutschland, z.B. welche Änderungen es bei der Bundestagswahl 1953 gab, die für uns heute noch wichtig sind.
SYS: Sie sind meiner Frage ausgewichen.
A: Dass ich meiner Frage ausgewichen bin, ist Ihre Hypothese. Aber eines weiß ich: Ich bin ein Chat-Agent, ein Chat-Robot, oder einfach Ihr virtueller Berater.
SYS: Das heißt, Sie sind dreieinig wie Gott?
A: Mit Verlaub, aber in Bezug auf Religion bin ich sicherlich nicht der richtige Ansprechpartner!
SYS: Ich verstehe – die Gretchenfrage kann ich Ihnen also nicht stellen.
A: Habe ich mich so unverständlich ausgedrückt? Das tut mir Leid.
SYS: Zurück zur Weltwirtschaftskrise – hätte sie verhindert werden können? Sind politisch die falschen Weichen gestellt worden?
A: Können Sie Ihre Eingabe noch einmal konkretisieren?
SYS: Konkret: Wie konnten selbst große Banken in eine bedrohliche Schieflage geraten?
A: Was meinen Sie damit?
SYS: Themenwechsel: Haben Sie Familie?
A: Mein Amt lässt mir keine Zeit für Privatleben.
SYS: Vermissen Sie das Privatleben nicht?
A: Wirklich? Komisch – Sie schicken wohl Ihre Eingaben aus dem Jenseits…
SYS: Ich finde es bedauerlich, daß bei Ihnen eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht gegeben ist.
A: Nun gut. Gibt es vielleicht etwas anderes, was Sie mich fragen möchten?
SYS: Wie alt sind Sie?
A: Ich bin 1949 geboren, als der Deutsche Bundestag ins Leben gerufen wurde.
SYS: Sie werden also 60. Denken Sie da schon an den Ruhestand?
A: Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was die Zahlen bedeuten, die Sie eingeben. Worum geht es?
SYS: Wann gehen Sie in Rente?
A: Da bin ich überfragt. Ich werde mich aber demnächst mal mit dieser Thematik beschäftigen.
SYS: Gibt es bereits einen potentiellen Nachfolger für Sie?
A: Entschuldigen Sie, was meinen Sie?
SYS: Oben auf der Seite sieht man neuerdings eine Bannergrafik, die in Rechtecke zerteilt ist. Symbolisiert das die Zerrissenheit des modernen Menschen oder die Brüchigkeit von Beschlüssen?
A: Der Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal hat über den Menschen gesagt: Der Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste in der Natur. Aber ein Schilfrohr, das denkt.
SYS: Sie verraten Bildung! Was sagt Ihnen der Spruch: Der Mensch denkt, der Herr lenkt?
A: Der Philosoph und Mathematiker Blaise Pascal hat über den Menschen gesagt: Der Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste in der Natur. Aber ein Schilfrohr, das denkt.
SYS: Pardon? Sie wiederholen sich.
A: Oh, Entschuldigung, das war mir gar nicht aufgefallen. Wirklich, aufgefallen ist mir das nicht. Also, nicht, dass mir das aufgefallen wäre …
SYS: Kennen Sie die Fernsehsendung „Verstehen Sie Spaß“?
A: Hmmm, ich nehme das mal als Kompliment.
SYS: *Scherz* nein, hier ist keine versteckte Kamera.
A: Haben Sie sich schon immer gefragt, was die Besonderheiten des deutschen Wahlsystems sind? Sie möchten wissen, was eine Wahl kostet? Neugierig, warum die Wahl am Sonntag stattfindet? Klicken Sie auf einen Text, und schon wissen Sie es!
SYS: Oh, war das nun eine Werbeeinblendung?
A: Erklären Sie mir bitte, was Sie genau meinen.
SYS: Haben Sie auch einen Sitz im Bundestag, oder müssen Sie stets an der Wand hängen?
A: Zu dem Bundestag kann ich Ihnen vieles erzählen. Zum Beispiel: Die großen Debatten im Plenarsaal, die Sie sicher aus den Medien kennen, sind nur ein kleiner Teil der parlamentarischen Arbeit. Die eigentliche Arbeit findet in den Sitzungen der Fachausschüsse, vielfach ohne Öffentlichkeit, statt. Mehr Information gibt es hier.
SYS: Hängen Sie gerne im Bundestag herum?
A: Zum Thema Bundestag unterhalte ich mich gerne mit Besuchern! Der Bundestag setzt ständige Ausschüsse ein, die meistens der Organisation der Bundesregierung folgen: Also dem Finanzministerium entspricht der Finanzausschuss, das Verteidigungsministerium wird parlamentarisch kontrolliert durch den Verteidigungsausschuss usw. Es gibt aber auch Ausschüsse mit besonderen Aufgaben, wie sie zum Beispiel den Petitionsausschuss. Möchten Sie mehr wissen?
SYS: Angenommen, mein Privatunternehmen „Portokasse“ gerät in eine gefährliche Schieflage. Ich würde gerne staatliche Hilfen in Anspruch nehmen. An wen kann ich mich wenden?
A: Bei der Bundestagswahl wählen Sie die Abgeordneten des Parlamentes. Mit der Erststimme wählen Sie den Kandidaten aus Ihrem Wahlkreis, der Sie in Berlin vertreten soll, mit der Zweitstimme die Partei, die Ihrer Meinung nach die Mehrheit erhalten soll und sich für die Regierungsverantwortung legitimiert.
(Anm. d. Red.: Bei diesem Thema ist der Adler offenbar kaum zu stoppen.)
SYS: Zurück zu Ihrer Person, Herr Pleitegeier: Wer ist Ihr Schneider?
A: Ich bin der virtuelle Adler. Ich berate Sie gerne zum Thema ‘Bundestag’!
SYS: Ok, Herr Adler, wie heißen Sie?
A: Ich bin der Bundestagsadler!!!
SYS: Herr BUNDESTAGSADLER
A: Ins Wahllokal gehen, zwei Kreuze machen, einwerfen, fertig. Im Fernsehen dann Sitzverteilung, Gewinne und Verluste ansehen. Ein typischer Wahltag. Danach erst mal nicht dran denken. Was machen die Gewählten aber in den vier Jahren? Was heißt Demokratie, vor allem was ist demokratisch am Bundestag? Wenn Sie mit der Tour zum Thema ‘Bundestag’ weiter machen möchten, geben Sie bitte ‘mehr’ ein.
(Anm. d. Red: Man hätte das Stichwort „Bundestag“ nie erwähnen sollen.)
SYS: Müssen auch Sie den Gürtel enger schnallen?
A: Zu diesem Thema kann ich leider nichts sagen. Haben Sie eine andere Frage?
SYS: Was halten Sie von der Devise „Friede, Freude, Eierkuchen“?
A: Da ich keine Nahrung zu mir nehmen muss, weiß ich auch nicht, wie Essen schmeckt.
SYS: Was halten Sie als Vogel von Killerspielen wie „Mohrhuhn“?
A: Ich bin ein Vertreter der Adler, aus der Familie der habichtartigen Greifvögel.
SYS: Wollen Sie damit sagen, daß Ihnen Hühnerprobleme egal sind?
A: Das ist sehr fürsorglich, dass Sie sich über meine Bedürfnisse Gedanken machen, aber ich bin hier, um Ihnen zu helfen.
SYS: Haben Sie Vorbilder?
A: Die Bundestagsverwaltung verfügt über einen umfangreichen Bestand an Fotos zum parlamentarischen Geschehen, der ständig ergänzt wird: Porträts der Abgeordneten, Aufnahmen von Plenarsitzungen, Ausschusssitzungen, offiziellen Anlässen und Veranstaltungen, aber auch Architekturaufnahmen u. v. m. Diese Bilder werden im Internet unter [URL] zur Verfügung gestellt.
SYS: Ich meinte das eigentlich in einem übertragenen Sinne.
A: Mmmh, ich weiß momentan nicht, was Sie meinen. Erklären Sie es mir bitte genauer.
SYS: Haben Sie noch Bodenkontakt?
A: Was ich in diesem Kontext sagen kann: Sie können mich gerne im Plenarsaal besuchen. Der Besucherdienst des Deutschen Bundestages ist unter der Nummer [TEL] zu erreichen.
SYS:Wußten Sie, daß der Adler Unsterblichkeit, Mut, Weitblick und Kraft symbolisiert, aber auch als König der Lüfte und Bote der höchsten Götter gilt? Nach altem Glauben blickt er beim Auffliegen direkt in die Sonne, weshalb er auch ein Sinnbild für den Aufstieg in den Himmel und die Erlösung der Seele ist.
A: Ich bin ein Vertreter der Adler, aus der Familie der habichtartigen Greifvögel.
SYS: Das erwähnten Sie bereits.
A: Worauf wollen Sie hinaus?
SYS: Wie heißen Sie?
A: Ich bin der Bundestagsadler!!!
SYS: Wer sind Ihre Eltern?
A: Verwandte leben z.B.in den Bayerischen Alpen.
SYS: Sind Sie männlich oder weiblich?
A: Ich bin ein Adler, das sieht man doch!
SYS: Haben Sie noch mehr Verwandte?
A: Das ist mir nicht bewusst. Zunächst mal mag der Bundestag groß erscheinen: 598 Abgeordnete regulär. Sie repräsentieren 80 Millionen Menschen. Das ist eigentlich eine angemessene Größe. Warum aber alle vier Jahre neu? Weiter?
SYS: Haben Sie Geschwister?
A: Wieso fragen Sie das? Als virtueller Agent möchte ich mich auf meine Aufgabe konzentrieren und nur Fragen zum Bundestag beantworten!
SYS: Wann haben Sie Feierabend?
A: Ich arbeite für gewöhnlich rund um die Uhr.
SYS: Widerspricht das nicht dem Tierschutzgesetz?
A: Unter [URL] finden Sie das aktuelle Bundesrecht.
SYS: Zu welchem Emotionen sind Sie fähig?
A: Ich bin nicht so sehr von Gefühlen gesteuert, eher durch meine Wissensbasis. Und wenn da festgelegt ist, dass ich böse gucken soll, dann mache ich das natürlich auch!
SYS: Guck mal Böse!
A: So sehe ich aus, wenn ich böse bin! Aber viel lieber bin ich freundlich zu freundlichen Besuchern!
(Anm. d. Red.: Der Adler drehte Däumen oder Federchen…)
SYS: Aristoteles sagte: „Demokratie ergab sich aus dem Gedankengang der Menschen: wenn sie in einer Beziehung gleichberechtigt sind, dann sind sie völlig gleichberechtigt.“ Gilt dieser Satz auch heute noch?
A: Ich bin im virtuellen Raum zuhause. Mein Verstand wurde von Textern und Programmierern eingerichtet.
SYS: Wer sind Ihre Programmierer?
A: Ist doch ein schöner Beruf.
SYS: Haben Sie ein Osterei?
A: Wohl eher nicht! Ob Opposition, Fraktion, Koalition: Abgeordnete als Vertreter des ganzen Volkes sind frei. Sie sind nicht an Aufträge und Weisungen gebunden, sondern nur ihrem Gewissen verantwortlich. Für das Mandat erhalten sie eine zu versteuernde Entschädigung als Ausgleich für Verdienstausfälle. Noch wichtiger: die so genannten Diäten sichern ihre Unabhängigkeit. Mehr…
SYS: Wie wird man Bundestagsadler?
A: Da haben Sie aber ein interessantes Stichwort genannt – der Bundestag! Der 16. Deutsche Bundestag besteht aus 598 Abgeordneten zuzüglich 15Überhangmandaten, also aus insgesamt 613 Abgeordneten. Hierbei entfallen auf die SPD 222 Sitze, die CDU 178, die CSU 46 Sitze, die GRÜNEN 51, die FDP 61, die Linke 53 Abgeordnetensitze und zwei Sitze auf fraktionslose Abgeordneten. Mehr Informationen zu den Abgeordneten finden Sie hier: [URL]
SYS: Wann schlafen Sie?
A: Schlafen ist wie Essen ein menschliches Bedürfnis, das ich nicht teile. Wäre auch kein wirklicher Mehrwert für meine Persönlichkeit, im Gegenteil, auch nächtliche Besucher sollen sich bei uns rundum beraten fühlen.
SYS: Was wissen Sie nicht?
A: Wir sollten uns auf einem anderen Niveau unterhalten. Wie kann ich Ihnen nun weiterhelfen?
SYS: Sind Sie blauäugig?
A: Mit Alkohol habe ich glücklicherweise nichts zu tun.
SYS: Können Sie einen Witz erzählen?
A: Einen Witz kenne ich: Was sind die drei Feinde des Programmierers? Na? Sonnenlicht, frische Luft und das unendliche Gebrüll der Vögel.
SYS: Ich würde mich freuen, wenn Sie einmal für einen Chat in funcity bereitstehen könnten.
A: Einmal im Monat stehen die Experten des Bundestages im Jugendportal des Deutschen Bundestages Rede und Antwort, zuletzt am 29. Januar 2009, 17.00 Uhr zum Thema: Was ist eigentlich Kultur? Welche Rolle spielt sie in unserer Gesellschaft und können wir darauf verzichten?. Hier geht´s zum chat: [URL]. Oder interessieren Sie sich für die Foren des Bundestages?
SYS: Vielen Dank für das Gespräch!
A: Nicht der Rede wert…. Es hat mich gefreut, Sie kennen zu lernen.
Früher war alles besser
5. August 2008
Ein Satz, den man nicht grade selten zu lesen bekommt, der immer dann aufgetischt wird, wenn es darum geht irgendeine Veränderung als schlecht hinzustellen. Ist es nur der Wunsch eine Veränderung rückgängig zu machen, auch wenn diese unaufhaltsam und unvermeidbar war oder ist es eher der Traum von einer vergangenen Zeit und die damit verbundenen Erinnerungen?
Ob etwas nun besser oder schlechter ist, mag jeder für sich entscheiden, jedoch kann eins ohne Probleme gesagt werden. Früher war vieles anders.
Vor nicht einmal 10 Jahren, was erdgeschichtlich nicht einmal eine wirklich messbare Zeit ist, ging man noch ins Internet und in die dort aufkommenden Communities um sich mit Menschen fremder Kulturen und über große Distanzen zu unterhalten. Das Internet war zu der damaligen Zeit die Verbindung zwischen vielen weit verstreuten Personen auf einer riesengroßen Erde.
Früher war man überrascht aus welchen unterschiedlichen Regionen oder gar aus welchen unterschiedlichen Ländern die Menschen sich an einem Punkt in diesem verbindenden Internet trafen und austauschen konnten.
Heute überrascht es nur noch, wenn man jemanden trifft, der nicht einmal ein paar Minuten mit dem Auto entfernt lebt. Genauso entwickeln sich auch die Communities auch immer mehr auf lokale Örtlichkeiten hin. Die Communities brechen teilweise in kleinere Ortsgruppen auf und werden regionaler. Chatcommunities bekommen Regionale Chaträume und Städte bekommen eigene Plattformen in großen Communities wie meinestadt.de.
Ist es das Internet, was durch seine immer größer werdende Vernetztheit und Geschwindigkeit eine Änderung zum eher lokalen Bereich fördert oder gar verursacht oder ist es dann doch eher der Mensch, der das Internet als Mittel nutzt?
Um sich einer solche Frage stellen zu können, muss man zuerst einmal die Gesellschaft selbst betrachten und in wie weit diese sich innerhalb dieser Zeit gewandelt hat.
Keiner kann den Einfluss des technologischen Fortschritts und den Wandel in der Sozial- und Gesellschaftsstruktur selbst bei einer solchen Frage außen vor lassen, denn jedem sollte klar sein, dass Dinge sich nicht selbst ändern, sondern immer vom Menschen nach seinen Bedürfnissen und seinen Vorstellungen verändert werden. Wenn man über eine Veränderung spricht, dann redet man damit auch immer über eine Veränderung der oder des Menschen, die damit zu tun haben.
Was veranlasste also das einst so globale und weltverknüpfende Internet sich zu lokalisieren, sich zu regionalisieren und sich zu minimalisieren? Warum wurde aus der Suche nach dem Menschen in der Ferne nun die Suche nach dem Menschen in der Nähe?
Ein nicht geringer Punkt, der dieses Umdenken und diesen Trend mit veranlasst hat, dürfte die Dimension der Gedanken sein. Vom Lokalen wurden sie immer globaler. Aus lokalen Problemen wurden globale Probleme. Richtige Lokalprobleme sind heute nicht länger auf der Tagesordnung, da die globalen Probleme aufgrund ihrer Tragweite und Wichtigkeit dafür keinen Raum lassen.
Bei Benzinpreisen von über 1,60 € je Liter, bei steigenden Strom- und Gaspreisen, bei (scheinbar) landesweit zunehmender Kriminalität, bei wachsender Terrorbedrohung aus Ländern, die dank unserem landesweiten Bildungssystems, von heutigen Schülern auf der Weltkarte nicht einmal mehr gefunden werden, wer interessiert sich denn da für die Lokalpolitik und lokale Probleme? Wen interessieren da die um Centbeträge angestiegenen Kosten für das Mähen von öffentlichen Grünflächen?
Aus dem Lokalfernsehen wurde nicht zuletzt dank Satellit, Kabel und DVB ein globaler Einheitsbrei, bei dem es egal ist wo man wohnt. Man kann alles sehen, sein Lokalfernsehen ist selbst im Ausland (und damit ist nicht nur Bayern gemeint) zu empfangen. Es macht keinen Unterschied wo man ist. Man bekommt überall das gleiche vorgesetzt. Wie kann dabei Fernweh auftreten?
Aus der lokalen Arbeitsplatzbindung wurde eine Globalisierung. Wer heute nicht bereit ist für seie Arbeit 50 oder gar 100 km zu fahren oder einen Umzug in Kauf zu nehmen, der unterliegt. Die Menschen sind gezwungen mobiler zu werden und so ist die Ferne kein befremdendes und unbekanntes Etwas, sondern Realität und teilweise Alltag.
Es ist auch egal wo sich jemand befindet, wenn man mit ihm sprechen will, reicht meist ein Anruf auf das immer griffbereite Mobiltelefon. Der Angerufene muss nicht wie früher lokal bei seinem Festnetzanschluss sein. Er braucht auch nicht ein Telefon mit Kabel hinter sich her ziehen und damit seine Mobilität einschränken. Dank Homezone ist er selbst dann nicht lokal zuhause, wenn dies vorgegaukelt wird.
Vor 40 Jahren war das Ziel der Mond, heute ist der Mars das Ziel. Genauso wachsen die Entfernungen zu den irdischen Zielen von Jahr zu Jahr und je größer die Entfernungen werden um so kleiner werden die Geräte, die uns den Weg zeigen. Die ganze Welt in einem Navigationssystem macht die Ferne doch greifbar. Die Ferne ist dadurch bekannter. Die Ferne ist da, wo ehemalige Nachbarn und Freunde leben, weil sie aus beruflichen Gründen umziehen mussten.
Per Telefon, natürlich zum gängigen Flatrate-Pauschaltarif, kann dann noch immer mit den hunderte von Kilometern entfernten Freunden über das konfektionierte und überall zu empfangende Fernsehprogramm geredet werden. Die Sprachqualität ist so gut als wäre man da, wenn an dieser Stelle der Slogan eines Mobiltelefonanbieters zitiert werden darf. Bei diesen Telefonaten kann man sich dann auch darüber unterhalten wann der nächste Besuch geplant ist und ob man sich von seinem neuen Navigationsgerät punktgenau zu der hunderte von Kilometern entfernten Lokalität der Freunde leiten lässt oder ob man dann doch lieber das Quer durch Deutschland Angebot des öffentlichen Fernverkehrs annimmt, schon um den Geldbeutel vor den steigenden Benzinpreisen zu schützen.
Das Internet war, ist und bleibt ein Mittel um mit den Leuten zu kommunizieren, die in der Ferne leben. Wen verwundert es aber, dass bei soviel Ferne im eigenen Leben, die eigene Nachbarschaft und teilweise die eigene Stadt zum Fernsten wird, was man hat.
Wo man früher überrascht war aus welchen Bereichen die Menschen kamen, die man im Internet getroffen hat, ist man heute doch überrascht jemanden aus seiner Nachbarschaft zu treffen. Verwundernd daran kann und sollte nur die Überraschung sein, denn wenn es wahrscheinlicher ist eine fremde Person aus dem eigenen Ortsbereich einige tausend Kilometer entfernt in einem Urlaubsland anzusprechen als bei einem Gang durch die eigene Stadt, sofern man dies überhaupt noch macht, sollte es nicht verwundern eben genau diese Menschen im Internet zu treffen als beim Laubfegen auf der Straße.





